Nach der Europa-Wahl: was wir jetzt brauchen

09.06.2024 19:35
ca. 2 Minuten Lesezeit

Was genau ist denn da heute passiert?

Haben sich Deutschland und Österreich nach rechts bewegt? Meine Vermutungen, dass die Dummen immer mehr werden, wurde damit definitiv bestätigt. Diese Dummheit wird durch soziale Medien wie TikTok und Instagram dann auch noch befüttert. Geile Idee!

Was mir in den letzten Monaten immer wieder durch den Kopf ging und was wir jetzt nach dieser Wahl definitiv benötigen, ist das, was diversen Ländern in den vergangenen Jahren aufgedrückt wurde:

Sanktionen

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die Summen, die der Bund an Microsoft zahlt, so hoch wie nie zuvor sind. Wir reden hier von Milliarden für Software-Ausgaben, also für digitale Kopien einer einmal geschriebenen Software, obwohl es gute Alternativen in Open-Source gäbe. Aber das ist natürlich wieder eine weitere Diskussion, der sich Schleswig-Holstein bereits stellt.

Was, wenn wir Sanktionen seitens der USA und China unterlägen? Kein TikTok, kein Instagram, Facebook, Twitter/X, BlueSky, Oracle etc. Was, wenn Europa sich dafür einsetzen würde, endlich seinen eigenen Scheiß gebacken zu bekommen?

Was, wenn wir unsere Industrien zum Schutz der Umwelt wieder selbst betreiben würden? Was, wenn die Menschen, die hier arbeiten, auch merken, dass sie nicht für „Nix“ arbeiten? Was, wenn die Menschen merken, dass sie selbst ihren Arsch hochbekommen müssen und die „goldene Zeit“ vorbei ist? Dass ihre Entscheidung, rechts zu wählen, ihnen eigentlich nur schadet?

Aber dafür müssten die Menschen, die in den 80ern und 90ern gegen Globalisierung, also ausgerechnet die, die heute noch in der deutschen Regierung sitzen, sich dessen bewusst werden, was sie seit damals vergessen haben.

Ich befürchte leider auch, dass wir bis dahin noch diverse Überschwemmungen, Erdrutsche und Hagelschäden überstehen müssen. Das ist aber der Preis dafür, dass der Blick über den Tellerrand so unglaublich unbequem und die Weiterentwicklung des eigenen Denkens so unerträglich „aufwendig“ ist.

Naja, oder wir lassen alles, wie es ist, züchten uns den nächsten Holocaust ran, ertragen wieder jahrzehntelang irgendeinen Reparationsmist, weil sich andere Länder ein drittes Mal dazu durchgerungen haben, unser schönes Europa nicht in einen Parkplatz zu verwandeln. Über die andere Möglichkeit müssen wir nicht mehr nachdenken, da wir das „danach“ eh nicht erleben werden.

Bis dahin schau’ ich mir dann weiter „Idiocracy“ an und lache herzhaft über diese Doku.


Hier gibt es keinen Kommentarbereich. Hast du etwas zu kommentieren? Dann blogge einfach selbst. Oder schreib darüber mit deinem Kommentar in einem sozialen Netzwerk deiner Wahl.