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Diese Woche war ich in Berlin auf dem Social Media Camp, dazu später aber mehr. Im selben Gebäude fand auch der LinuxTag statt und am Stand von Teamdrive, traf ich einen alten Kollegen wieder, der inzwischen bei TeamDrive arbeitet.

Die Website des Unternehmens hatte ich mir zwar schon einmal angeschaut, es aber unter "Yet Another Dropbox Alternative" abgestempel. Besagter Kollege nahm mir aber diese Illusion.

TeamDrive, dessen Logik komplett im Client abgebildet ist, ist deshalb in folgender Hinsicht anders als Dropbox:

  • Verschlüsselung - Die Daten werden verschlüsselt, bevor sie an den Server verschickt werden. Damit ist es dem Serverbetreiber unmöglich, die Daten einzusehen
  • Daten können auf eigenem Server abgelegt werden - Man entscheidet selbst, wo die Daten liegen. Ob beim von TeamDrive angebotenen Space, oder einem eigenen WebDav-Server

Diese beiden Punkte haben mich total überzeugt.

Nach der Installation des Clients (bei mir unter Linux, es gibt aber Clients für Windows, MacOS und Linux), legt man sich ein Konto bei TeamDrive an. Mit diesem wird die zentrale Steuerung von Accounts betrieben, u.a. auch die Einladung anderer User zu Space-Freigaben.
Der TeamDrive-Client ist im Übrigen anders als der von Dropbox. Man hat eine kleine Oberfläche, bei der man alle SharedSpaces im Überblick hat. Man kann dort dann auch direkt schauen, ob sich in der eigenen Abwesenheit etwas getan hat, z.B. durch einen anderen User, der Files hinzugefügt hat. Dies hat Dropbox mir bisher immer nur kurz in einer kleinen Sprechblase angezeigt, die immer dann aufpoppte, wenn ich nicht da war und ich sie dementsprechend immer verpasst habe.

Aber ähnlich wie bei Dropbox kann man seine Dateien ganz normal über das Dateisystem ablegen und diese werden automatisch synchronisiert. Dies geschieht ähnlich wie bei Datenbank-Master-Slave betrieben. Es gibt ein Log mit Versionsnummern und die angeschlossenen Clients erkennen anhand dieser Versionsnummern, auf welchem Stand sie sind und synchronisieren die Daten.
Gewundert habe ich mich allerdings, als ich eine 1kB-Datei abgelegt hatte und diese im Data-Verzeichnis auf dem Server nicht ankam. Man sagte mir aber, dass die Datei nicht groß genug sei für ein BLOB. Mit einem 40kB-File konnte ich dann allerdings die Daten auch sehen. Bei zu wenig Daten werden diese also erstmal verschlüsselt im Log gehalten und später dann bei genügend Größe erst verpackt. Wie das im Detail entwickelt ist weiss ich nicht.

Alleine die Tatsache, dass man seine Daten auf den eigenen Server legen kann, hatte mich neugierig gemacht. Also hab ich mir schnell mal einen kleinen WebDav-Server aufgesetzt. Dies geht mit entsprechenden Anleitungen recht schnell, hat aber nix mit TeamDrive selbst zu tun. Danach muss man einen SharedSpace anlegen und dort den WebDav-Server angeben. Dies funktionierte bei mir nicht auf Anhieb, lag aber daran, dass ich etwas bei der Installation unter Linux falsch gemacht hatte. Beim zweiten Versuch unter Linux und beim ersten Mal unter Windows klappte dies ohne weitere Probleme.

TeamDrive bietet im Übrigen auch eine Anleitung an, wie man auf einer Amazon-EC2-Instanz einen WebDav-Server einrichtet und wie man dort seine Daten dann effizient ablegt.

Es gibt übrigens auch eine kostenpflichtige Variante, die WebDav über SSL kann, aber das hab ich mir aufgrund der eh schon vorhandenen Verschlüsselung jetzt mal nicht weiter angeschaut. Außerdem bekommt man mit dieser, im Monat $12,90 kostenden Variante auch mehr Space bei TeamDrive zur Verfügung gestellt und der Client ist werbefrei.

Meine Empfehlung: Man sollte es sich auf jeden Fall anschauen, da ich bei Dropbox immer noch meine Bedenken habe, was meine Daten angeht. Außerdem wird bei Dropbox freigegebener Space von anderen bei mir auf den Space-Verbrauch angerechnet.


Gestern fand in Hamburg das erste Störteblogger-Treffen statt. Es ist ein Treffen von Bloggern aus Hamburg und Umgebung.

Anwesend waren:
Daniel von werbeblogkade.de
Cornelius von wieichreichwurde.blogspot.com
Markus von tour-blog.de
Matthias von mattwagner.de
Katja von moonlightcat.de
Florian von killerconsultant.com
Nils von nils-von-blanc.de
Steffen von stilpir.at
Gorden von funkygog.de
Moritz von lonely-people-talk-a-lot.com
Stefan von jovelstefan.de
GermanPsycho von germanpsycho.wordpress.com
und ich selbst natürlich.

Es ging los mit einer kleinen Vorstellungsrunde, wo jeder mal ein bisschen über sich erzählt hat. Dort hat sich schnell der Unterschied zwischen Bloggern und Microbloggern in der Länge der Selbstvorstellung gezeigt.

Im Laufe des Nachmittags kam es dann zu diversen interessanten Gesprächen, z.B. wer mit seinem Blog Geld verdient, der Traffic auf dem eigenen Blog usw.

Alles in Allem war es ein schöner Nachmittag. Leider kann ich am nächsten Störteblogger-Treffen, am Mittwoch dem 15.07.2009 nicht teilnehmen, da zur selben Zeit der Twittwoch in Hamburg statt findet.


Eines der größten Facebook-Mankos bisher, nämlich dass Profil-Adressen einfach aus der UserId bestanden, wurde jetzt durch Facebook behoben, durch die Einführung von Vanity-URLs.

Diese Adressen sind deutlich sprechender.
Z.B. wird jetzt bei Sascha Assbach aus
http://www.facebook.com/profile.php?id=653052641
ein simples
http://www.facebook.com/assbach

Diese Variante können sich sowohl Inhaber, als auch Kontakte deutlich besser merken.

Eingeführt wurde diese Variante am 13.06.2009 um 6:01 Uhr MESZ. Ich hab mir extra meinen Wecker gestellt, um rechtzeitig meinen Namen zu sichern.

Vorgeschwebt hätte mit natürlich sowas wie facebook.com/martin. Leider aber war ich nicht schnell genug und der Name war schon belegt. So habe mich für das übliche facebook.com/mthie entschieden. Wichtig ist, dass man diesen Namen nicht mehr ändern kann, sobald er einmal gesetzt ist.

Für die User, die vorher versucht haben, eine Vanity-URL zu bekommen, die haben einen Counter gesehen, wie diesen hier, eine Sekunde vor Beginn der Aktion:

Eine Sekunde vor Start

Was mich aber inzwischen milde gestimmt hat ist, dass selbst derjenige, der es geschafft hatte, sich facebook.com/martin zu sichern, diese URL nicht mehr hat. Facebook hat anscheinend Standardnamen wie meinen ausgeklammert bei dieser Aktion. Ich denke mal, wegen der der viel zu großen Verwechselungsgefahr. Mich soll's also nicht mehr stören ;-)


Auf dem Barcamp in Köln gab es eine Kleinigkeit, die ich hier gerne nochmal präsentieren möchte.

Am Samstag morgen gab es da einen Tisch am Eingang der Kantine der QSC AG. Dort lagen diverse kleine Mitnehmsel aus, u.a. aber eben auch etwas nicht so kleines:

Bankraeubermaske

Solche Spielereien muss ich natürlich haben.

Unter dieser Maske verbarg sich dann allerdings etwas anderes als ein Stück Pappe erwartet:

Gaunerbeichte 05

Also gut, es steht drauf: Gaunerbeichte 05. Ziemlich spannender Name, aber eigentlich sagt er noch nicht sooo viel aus. Also hab ich fix mal reingeblättert und mir begegneten folgende Seiten:

Gaunerbeichte 05Gaunerbeichte 05Gaunerbeichte 05

Jetzt also war klar: Es ist ein Geschäftsbericht. In den Texten, die ich hier mal nicht abfotografiert habe, stellte sich heraus, dass er von der DocCheck AG (ehemals antwerpes AG) ist und einfach ziemlich selbstkritisch als "Gaunerbeichte 05" veröffentlicht wurde.

Ich persönlich finde diese Aktion sehr mutig. Das Problem für solche langweiligen Informationen ist ja, wie man sie an den Mann bringt, ohne dass sie sofort vernichtet werden, weil es dröge Tabellen mit vielen Zahlen sind.
Aber wie hier mit einem Raumplan mit dem Titel "Angriff auf den Gesundheitsmarkt" und ein bisschen grafischem Aufwand wirkt das alles viel lockerer.

Ich glaube, wenn es mehr solcher Berichte gäbe, würden auch mehr Privatanleger in Aktien wie die der DocCheck AG investieren, weil sie versuchen, das verstaubte Bank-Image ein wenig aufzulockern.

Übrigens kann man die Gaunerbeichte auch auf der Website der DocCheck AG herunterladen (ca. 3 MB als PDF): Download-Seite


Tag 0 - Die Anfahrt

Die Anfahrt in Richtung Köln gestaltete sich weniger schwierig. Halbwegs wach ging es im Berufsverkehr durch Hamburg, rauf auf die A7. Diese bis kurz vor Hannover und dann über die A2 Richtung Ruhrpott. Diese eher ungewöhnliche Strecke bin ich gefahren, damit ich nicht in den typischen Hamburg-Bremen-Baustellen-Strecken-Stau komme.

Ab dem Ruhrpott ging es dann über die A1 Richtung Kreuz Köln-West, da sich dort das Hotel der Wahl befand. Schade nur, dass das Kreuz weniger intuitiv war, als erwartet und ich erstmal 5 Kilometer die A4 entlang und wieder zurück musste, da ich die falsche Ausfahrt genommen habe.

Nichtsdestotrotz haben wir (moonlightcat und ich) die Fahrt erfolgreich überstanden.

Tag 0 - Warmup Party

Schon am Vorabend des Barcamp Cologne 3 ging es los mit der typischen Warmup-Party.

Diese fand im Lichterfeld statt. Dort konnte ich diesmal dann die typischen Wie-geht-es-dir-was-ist-in-letzter-Zeit-passiert-Runden schonmal abarbeiten, um am nächsten Morgen pünktlich starten zu können. Leider waren wir durch die lange Anreise sehr spät dort und haben nur noch eine Runde der Freigetränke abbekommen, aber es war trotzdem schön.

Tag 1 - Der Samstag

Er ging früh los, der Samstag. Ich hatte gehört, dass die ersten Leute um 8:00 Uhr bei QSC eintreffen wollten, also habe ich versucht, auch so früh dort zu sein. Allerdings fehlt jedem Web-Zwei-Nuller die Eigenschaft des pünktlichen Eintreffens, sodass ich mit meiner eigenen Ankunft um 8:20 Uhr trotzdem der erste war, der auf der Eincheck-Liste abgehakt wurde. Ein Trend, der mir in letzter Zeit schon häufiger begegnet ist.

Nach einem ausführlichen Frühstück mit vielen Rechtschreibfehlern, aber trotzdem unheimlich leckeren Sachen, ging es dann los mit der allgemeinen Vorstellungsrunde und der Sessionplanung.

Ich wollte ja eigentlich wieder eine Session zum Thema "CloudComputing" machen, aber schon bei der Vorstellungsrunde stellte ich fest, dass ich nicht der Einzige bin. Also haben wir (Andreas Schmidt und ich) uns entschlossen, die CloudComputing-Session gemeinsam am Sonntag zu halten.

Das hat mich natürlich sehr gefreut, da ich so viel mehr in irgendwelche Sessions gehen konnte. Leider aber gab es gar nicht so wirklich viele (für mich interessante) Sessions. Die Hälfte der Session-Wall war am Samstag leer geblieben, was für mich ein kleiner Kulturschock war, da ich das von anderen Barcamps bisher nicht gewohnt war.

Spannend waren mal wieder die Sessions zum Thema "Just another Headhunter" von Vivian Pein, oder die Session "Scale me baby", obwohl ich mir darunter ursprünglich was anderes vorgestellt hatte. Auch spannend war "das 8 Gigapixel-Bild von Köln" von Andre Hünseler.

Gerne gesehen hätte ich putpat.tv, aber wie immer gibt es erst keine Sessions nach eigenem Geschmack und dann kommen alle auf einmal :-)

Die letzte Session war dann das übliche Powerpoint-Karaoke, welches von Alexander Talmon mit seiner recht ungewöhnlichen Vortragsweise gewonnen wurde.

Der Ausklang des Tages sollte ursprünglich ein Grillen sein, welches von den hervorragenden Köchen der QSC-Kantine durchgeführt werden sollte. Leider fiel das aber buchstäblich ins Wasser, da es furchtbar regnete. Also wurde das Fleisch einfach auf einen großen Küchengrill geschmissen. Geschmeckt hat es aber trotzdem :-)

Danach ging es dann direkt zurück ins Hotelzimmer, in dem uns zu später Stunde dann noch die Zauberfrau besuchen kam. Diese brachte noch kurz einen mir sehr bekannten virtuellen Gast mit.

Tag 2 - Der Sonntag

Der Sonntag fing im Gegensatz zum Samstag dann doch etwas später an und durch die fehlende Abend-Party war ich glücklicherweise dann ziemlich ausgeschlafen.

Auch hier gabs wieder leckeres Frühstück und es ging direkt in die Sessionplanung über.

Der allgemein als Qualitätssonntag bekannte zweite Barcamptag machte seinem Namen wieder alle Ehre. Die Sessionwall war proppevoll mit spannenden Sessions. Das hat mich leider dazu gebracht, meinen Plan mit der Cloud-Computing-Session komplett über den Haufen zu werfen. Beim nächsten Camp werd ich es bestimmt wieder machen.

Als erstes hat es mich in die Session von Andre Hünseler verschlagen, in der er zeigte, wie man mit Photoshop mal richtig und in kürzester Zeit Personen und Haare freistellt. Er hat eine wirklich spannende Arbeitsweise, die ich auch unbedingt ausprobieren werde.

Danach ging es weiter in der "Barcamp für Nicht-Barcamper"-Session von Stefan Evertz. Hier wurde u.a. auch von Michael Wand erklärt, wie man Leute zu einem firmeninternen Barcamp bewegen kann. Ich persönlich weiß nicht, ob ich es in einem 200-Mann-Betrieb machen würde, aber in einem großen Konzern wie die Telekom funktioniert es auf jeden Fall.

Nach dem Essen ging es wieder weiter mit Stefan Evertz und der Session "S60 Applications", wo wir alle mal unsere Lieblingsapplikationen für die Symbian-Plattform erzählt haben. Großes Thema war dort Gravity, aber auch einige Applikationen, die ich mir die nächsten Tage mal anschauen werde. Ich denke mal, dass ich die hier dann auch mal vorstellen werde.

Weiterhin ging es in die Fortführung der morgens stattfindenden Session "Twitter im Unternehmenseinsatz". Sehr spannendes Thema, wie ich finde und ich werde den dort erhaltenen Invite-Code für cotweet unbedingt später austesten, da mich das Monitoring brennend interessiert.
Was in dieser Session aber durch den Sichelputzer klar wurde, ist, dass er seit Twitter deutlich weniger bloggt und das wohl leider vielen Bloggern so geht. Und alle sind gespannt, wie es sich in Zukunft entwickelt.

Fazit

Alles in allem war es zwar nicht das beste Barcamp, aber trotzdem ein sehr schönes und ich danke den Sponsoren, dem Orga-Team und natürlich den interessanten Teilnehmern für das tolle Wochenende mit einem wunderbar funktionierenden WLAN und genügend Steckdosen.


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